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what drives YELLO

Dilettantismus als Strategie und als Bergdisteln in der Schweiz leben und die Provinzialität ausnützen: Interview im persönlich

Auszug:

Herr Meier, am Dienstag sind Sie an den Swiss Music Awards gemeinsam mit Boris Blank mit dem Achievement Award ausgezeichnet worden. Wieso?
- Dies selbst zu beurteilen, ist nicht ganz einfach. Möglicherweise hängt dies damit zusammen, dass wir beide Dilettanten sind. Und dass wir aus diesem Dilettantismus heraus unsere eigene musikalische Welt geschaffen haben. Wir waren nie gefangen im Können, im Beherrschen eines Instruments, sondern haben einfach gemacht, was wir für richtig hielten. Deshalb wurde unsere Musik so etwas wie ein zweites Gesicht. Wir standen von Anfang an ausserhalb der Norm und haben uns selber definiert und gefunden.

Aber ist das vielleicht eine wichtige Regel? Dass man sich nicht speziell auf eine internationale Karriere ausrichten darf?
- Auf jeden Fall. Wenn man von der Schweiz aus mit Musik Erfolg haben will, muss man sich zu der Provinzialität und zu den Eigenheiten der Schweiz bekennen.

Wo liegt das Bekenntnis zur Provinzialität in der Musik von Yello?
- Das liegt darin, dass wir uns an nichts angelehnt haben und sozusagen wie Bergdisteln unser eigenes Leben geführt haben. Wenn man kein Instrument spielt und eigentlich nichts kann, dann ist man automatisch irgendwo provinziell, weil man dann ja nur aus sich selber heraus agiert.

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