bg



potential pilot Erkki Kurenniemi

patrick huber from walcheturm suggested this experimental filmmaker and electronic music pioneer as pilot. i once watched a dvd from my friend raphael perret and really liked the style of mr kurenniemi.

too bad he is NOT A GIRL ;-)

the good thing about him is that he would make it 100% clear to all simple minded people (ie the press folks) that mission eternity is an experimental art work and an artistic approach to memory technology - not about a naive attempt to to create a silly web 2.0 grave yard.

data loss and the info mess, the unspectacular and the disorder are at least as interesting as the structured collection of bits and bytes.

zai

4.2.6 «The future is not what it used to be» von Mika Taanila
Ein Porträt über Erkki Kurenniemi

Er gilt als Pionier der nordischen Musik- und Computerkunstszene: Der Finne Erkki Kurenniemi, geboren 1941 in Hämeenlinna. Kurenniemi gilt nicht nur als zentrale Figur innerhalb der finnischen Musikszene, sondern ist auch ein wichtiges Bindeglied zwischen der elektronischen Musik und dem experimentellen Film. Schon in den 1960er Jahren arbeitete Kurenniemi mit Filmemachern wie Eino Ruutsalo zusammen und übt bis heute einen wichtigen Einfluss auf zeitgenössische KünstlerInnen und MusikerInnen aus.
Im Film «The future is not what it used to be» (2002) zeichnet Mika Taanila ein umfassendes Bild dieses einzigartigen Erfinders und Komponisten, Filmemachers und Ingenieurs, Robotik-Experten, Nokia-Beraters, Revoluzzers und Kettenrauchers. Kurenniemis Ideen und Projekte waren ihrer Zeit oft weit voraus. Als junger Physikstudent wurde er in den 1960er Jahren mit dem Aufbau eines elektronischen Musikstudios am Institut für Musikwissenschaften der Universität Helsinki beauftragt. Gemäss seiner Philosophie, dass Kreativität erst dann entsteht, wenn Technologie zweckentfremdet, ja sogar entgegen ihrem ursprünglichen Sinn eingesetzt wird, versuchte er sich nicht nur an eigenen kompositorischen Studien, sondern baute spezielle elektronische Musikinstrumente - quasi Urformen der heutigen Synthesizer und Computer, die irgendwo zwischen Step-Sequenzer, Bewegungs-Melder und Video-Orgel einzuordnen sind. Mit dem entsprechenden technischen Know-How ausgestattet ging es Kurenniemi nicht nur um die Herstellung von Klängen an sich, sondern die Art und Weisen, Musik zu kreieren und stetig zu variieren. Das DIMI-S (S für Saxophon) beispielsweise war ein Instrument, das durch die Hautberührungen der einzelnen Musiker aneinander gesteuert wurde. Eine andere Variante, das DIMI-O (O für Optical), reagierte auf die Bewegungen eines Tänzers und veränderte so Tonlage und Klangbild.
Heute arbeitet Erkki Kurenniemi an einem ganz anderen gewaltigen Werk: Fast manisch-akribisch sammelt er Daten über sich selbst, die er digital speichert, um sie nach seinem Tod quasi virtuell wieder auferstehen zu lassen. Dabei hält er tagtäglich Hunderte von Belanglosigkeiten in Bild und Ton fest, um ein möglichst lückenloses Bild von sich selbst zu erschaffen. In welcher Form der computergenerierte Kurenniemi wieder zum Leben erwachen wird, darf man gespannt sein.
VIDEOEX zeigt Mika Taanilas Porträt als Hommage an die aussergewöhnliche Persönlichkeit Erkki Kurenniemi.

Related Entries:
Hans Erni will turn 100 years old
Comments (2)  Permalink

Comments

etoy.alberto @ 13.02.2009 10:15 CEST
Sounds great!

Mr. Kurenniemi's instruments look really cool...

http://etoy.com/files/images/instrument1.jpg
http://etoy.com/files/images/instrument2.jpg
etoy.alberto @ 13.02.2009 10:17 CEST
Design Principles and User Interfaces of Erkki Kurenniemi’s Electronic Musical Instruments of the 1960’s and 1970’s

http://www.nime.org/2007/proc/nime2007_088.pdf
No new comments allowed (anymore) on this post.

etoy.SHARE / LAST SALE US$ 30

etoy.com twisting values since 1994